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Wenn Mobbing zum Burnout führt Mens sana in corpore sano. Burnout und Mobbing. Nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen. Die Bedeutung, die heute der Diagnose des Burnout und den Folgen des Mobbing zukommt, lässt wohl den Umkehrschluss zu: Nur ein gesunder Geist bringt einen gesunden Körper hervor.

Burnout und Mobbing. Begriffserklärungen.

Das Ausgebranntsein (engl. to burn out = ausbrennen) eines Menschen, das Burnout, ist eine ernst zu nehmende psychische und in der Folge physische Erkrankung, die aus häufigen enttäuschenden Erlebnissen innerhalb des sozialen Umfeldes einer Person entstehen kann. Wenn anfängliche Euphorie in tiefe Frustration umschlägt, können diese emotionalen Wechselbäder zu einem Burnout führen.

Mobbing, die Ausgrenzung eines Menschen aus einer Gemeinschaft, in der zu leben er gezwungen ist, ist eine perfide Art von Psychoterror. Allgemein gehalten wird die geplante, langfristig angelegte Demütigung eines Menschen als Mobbing bezeichnet.

Substantiv und Verb des englischen Begriffes"Mob", "to mob" bedeuten übersetzt "der Pöbel, das Gesindel, das Pack" und dem entsprechend "anpöbeln, belästigen, angreifen". Das ist eine beredte Sprache. Das Gehirn eines Menschen, der Mobbing ausgesetzt ist, sendet pausenlos die Botschaft "Mir geht es denkbar schlecht; man mag mich nicht; ich bin hier isoliert". Der auf diese Weise ständig mit Negativ-Botschaften torpedierte Körper reagiert.

Arbeitsplatz, Schule und Internet. Die häufigsten Austragungsorte für massives Mobbing.

Ein Fallbeispiel: Voller positiver Erwartungen tritt ein neuer Mitarbeiter seine Anstellung an. Er ist aufgeschlossen und guter Dinge, und er bringt allerbeste fachliche Kenntnisse mit. Der Vorgesetzte stellt ihn ausnahmslos allen Kollegen vor; diese geben sich erfreut und kooperativ. Die neuen Kollegen sind allesamt nett.

Die Kollegen haben eine gekonnte Vorstellung für den Chef dargeboten. Bereits am nächsten Morgen bekommt der "Neue", wie man ihn jetzt nennt, einen Vorgeschmack auf zukünftiges massives Mobbing. Den "Neuen" will man massiv leiden sehen. Mobbingin perfider Perfektion. Eine Gruppe von Kollegen unterhält sich angeregt. Der"Neue" will sich freundlich anschließen.

Jetzt beginnt der Psychoterror, den man Mobbing am Arbeitsplatz nennt: Der Kreis, in dem die anderen stehen, ist eine Wagenburg; "Neue" haben hier keinen Zugang. Das wird sofort klar. Die Gespräche verstummen augenblicklich, man geht auseinander. Der neue Mitarbeiter fühlt sich zum ersten Mal allein gelassen.

Die Kollegen sind durchtrieben: Als bei nächster Gelegenheit Vorgesetzte anwesend sind, geben sie sich dem Neuen gegenüber außerordentlich freundlich und kollegial. Das ist das Perfide an Mobbing: immer ist es so aufgebaut, dass den Tätern nur schwer beizukommen ist.

Es ist nicht übertrieben, im Zusammenhang mit Mobbing von Tätern und von Folter zu sprechen; das Ziel sind lang andauernde schwere Leiden des Opfers, denen man genüsslich beiwohnen kann, Tag für Tag.

Mobbing ist unverzüglich öffentlich anzusprechen.

In vorliegendem Fallbeispiel für Mobbing ist der größte Fehler der, zu glauben, man müsse nur alles tun, um es den Kollegen recht zumachen. Gerade das wollen sie sehen: die ständigen vergeblichen Bemühungen um ihre Gunst. Der Betroffene soll vernichtet, er soll vertrieben werden, und das wird geschehen.

Menschen, die sich Mobbing gegenüber sehen, muss dringend geraten werden, ohne Zeitverlust in die Offensive zu gehen. Vorgesetzte und unabhängige Personen im Unternehmen sind selbstbewusst einzuschalten. Die Gunst der Kollegen ist trotz größter Anstrengungen zu keinem Zeitpunkt zu erlangen. Dessen muss sich ein Jeder, dem der Psychoterror des Mobbing widerfährt, bewusst sein.

Mobbing bei Schülern hat in nicht wenigen Fällen zum Selbstmord geführt, das Gleiche gilt für Internet-Mobbing. Die beste Gegenwehr ist immer die, unerschrocken sofortige Hilfe bei Anderen zu suchen. Ausgebrannt, erschöpft, am Ende. Das Burnout-Syndrom. Burnout ist kein vorübergehender Erschöpfungszustand, der nach einer guten Nachtruhe vergessen ist. Wann wird ein Burnout diagnostiziert? Der Grundstein für die Diagnose Burnout kann dann gelegt werden, wenn große anfängliche Begeisterung durch äußere Faktoren immer wieder stark "ausgebremst" wird.

In der Folge können Frustration und Apathie, der Verzicht auf bestehende soziale Kontakte, starke psychische und physische Schwäche und Unruhe auftreten. Ständige Müdigkeit, Phobien, Depressionen und eine starke Suchtgefahr lassen Burnout zu einer ernsthaften Erkrankung werden. Die medizinische Bezeichnung des Burnout ist treffend: Der Patient ist ausgebrannt; seine positiven Energien sind dem Burnout zum Opfer gefallen. Die Energien, die das verheerende Feuer des Burnout nicht vernichtet hat, sind negativer Art.

Burnout ist ein gefährlicher, ein ernst zu nehmender Gegner

Tückisch, weitgehend unbemerkt, erreicht Burnout, dass Patienten ihre eigenen Bedürfnisse vollkommen außer Acht lassen. Der an Burnout Erkrankte zeigt stark hyperaktive Merkmale, die mit dem Verzicht auf Ruhe und Erholung einhergehen. Die Botschaften, die ein Burnout aussendet, sind ausschließlich negativer und zynischer Art.

Wir leben in einer Zeit, in der man sich keinesfalls schämen muss, an Burnout erkrankt zu sein.

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