Burnout Phasen

Die Krankheit Burnout ist ein Syndrom, welches namentlichauf das englische Wort ‚to burn out‘ zurückgeht, was mit ‚ausbrennen‘ übersetztwerden kann. Diese Bezeichnung trifft den Charakter der Krankheit sehr gut,denn das Gefühl ausgebrannt zu sein ist ein Hauptmerkmal des weit verbreiteten Leidens. Andere wichtige Symptome sind beispielsweise ein ausgeprägter Erschöpfungszustand, Depressionen oder auch vermehrte Aggressivität der Patienten. Hinzu kommen beim Burnout oft psychosomatische Erkrankungen. Der Erkrankte durchläuft mehrere Phasen bis zur vollkommenen Erschöpfung. Für den behandelnden Arzt ist es dabei wichtig, die Krankheit Burnout in einer möglichst frühen Phase diagnostizieren zu können.

Burnout Phasen erkennen

Die verschiedenen Burnout Phasen werden von mehreren Forschern und Therapeuten unterschiedlich beschrieben. So gibt es Modelle für Burnout Phasen beispielsweise von Freudenberger, Lauderdale, Edelwich, Maslach, Cherniss oder Hobfoll. Zusammenfassend für alle Modelle könnte man sagen, dass die Patienten im großen und ganzen folgende Burnout Phasen durchlaufen: Die Anfangsphase des Burnout könnte man mit Enthusiasmus umschreiben, was sich meist durch übertriebenes berufliches Engagement äußert, ohne dass der vom Burnout betroffene Mensch sich noch Ruhepausen gönnt. Durch diese Hyperaktivität tritt bereits jetzt, wie in allen Burnout Phasen, vermehrte Müdigkeit auf. Merkt der Burnout Betroffene, dass er seine guten Vorsätze auch bei größter Anstrengung nicht so in die Tat umsetzen kann, wie er sich das wünscht, tritt allmählich eine Stagnation ein, die durch eine große Desillusionierung verursacht wird. Menschen mit Burnout fühlen sich oft ausgenutzt und unverstanden, beginnen deshalb Kontakte mit anderen zu meiden. Dies kann ein erstes alarmierendes Warnsignal für eine Burnout Erkrankung sein. Der vorher Hyperaktive schränkt sein berufliches Engagement drastisch ein und verflacht in Gleichgültigkeit und Einsamkeit. Im Endstadium der Burnout Phasen macht sich beim Patienten existenzielle Verzweiflung breit und er wird wahrscheinlich alle Symptome einer tiefen Depression zeigen, die meist mit Burnout einhergeht. Die Burnout Phasen sind selbstverständlich nicht starr, sondern gehen ineinander über und ähneln einander in mancher Beziehung.

Therapie und Behandlung von Burnout

Die Behandlung von Burnout und seinen Symptomen hängt stark von den Burnout Phasen ab. In der Anfangsphase kann eine sehr schnelle Erholungerfolgen, wenn man den Ursachen Einhalt gebietet. Ein neuer Chef, der Wechsel des Arbeitsplatzes oder ähnliche Veränderungen im Leben des Betroffenen können in dieser frühen Phase noch zum spontanen Abklingen der Symptome führen. In späteren Burnout Phasen mit fortgeschrittenen Symptomen reichen solche Maßnahmen nicht mehr aus, dann ist es wichtig, den Patienten vollkommen aus seiner Arbeitssituation herauszunehmen, und ihm Ruhe zu verschaffen. Körper und Geist von Menschen mit Burnout bedürfen gleichermaßen der Erholung und Entspannung. Um den Betroffenen in einer der fortgeschrittenen Burnout Phasen zu helfen, bedarf es ausgewiesener Spezialisten, denn Forscher wie Freudenberger oder Burisch warnen eindringlich davor, den Burnout einfach wie eine Depression zu behandeln. Der Therapeut braucht dagegen spezielle Kenntnisse, um auf die Bedürfnisse des an Burnout Erkrankten einzugehen und ihn erfolgreich behandeln zu können.