Risikofaktoren Burnout

Ein Burnout, das Gefühlt ausgebrannt zu sein, kommt nicht von heute auf morgen. Er kündigt sich über Monate und Jahre hinweg an. Man hat das Gefühl alles ist zuviel und sinnlos noch dazu. Beruflichen Anforderungen fühlt man sich nicht mehr gewachsen, man hat Angst zu versagen und muss sich immer mehr anstrengen um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig merkt man aber,dass der Akku sich nicht mehr aufladen lässt. Selbst nach dem Urlaub ist man nicht erholt, konnte nicht abschalten und auftanken. Man ist ausgebrannt – der Akku ist leer.

Wie kann man dem Burnout vorbeugen?

Man kann einem Burnout vorbeugen, indem man sich mit den Risikofaktoren vertraut macht und dagegen steuert. Meist ist nämlich die eigene, individuelle Veranlagung dafür verantwortlich, wie hoch die Wahrscheinlichkeit tatsächlich ist an Burnout zu erkranken.

Besonders Menschen mit hohen Ansprüchen an sich sind gefährdet. Um die meist zu hochgesteckten Ziele zu erreichen, verausgabt man sich körperlich und geistig.

Zu den Risikofaktoren zählt auch der Perfektionismus. Er begünstigt die Gefahr für einen Burnout. Wenn nichts gut genug ist, ist man niemals zufrieden und man hat fast den Zwang immer mehr geben zu müssen. Zufriedenheit aber ist ein wichtiges, positives Gefühl.

Das übertriebene Streben nach Anerkennung gehört auch zu den Risikofaktoren an Burnout zu erkranken. Bleibt das Lob des Chefs oder eines Familienangehörigen aus, fühlt man sich minderwertig, unbeachtet und die geleistete Arbeit nicht richtig gewürdigt.

Welche Menschen sind besonders gefährdet?

Besonders Menschen mit wenig Selbstwertgefühl brauchen Lob und anerkennende Worte. Risikofaktoren liegen hier vor, denn der Burnout gefährdetet Mensch strengt sich immer mehr an, um doch noch beachtet zu werden. Das kann bis zur völligen Verausgabung führen – Burnout ist die Folge.

Wenn man seiner Arbeit einen zu hohen Stellenwert an Bedeutsamkeit einräumt, dann liegen auch hier Risikofaktoren für Burnout vor. Nur was einem wichtig ist, beschäftigt einen. Jemand der zufrieden mit seiner Stellung ist, dem auch die Freizeit und Familie wichtig sind, bei dem sind weniger Risikofaktoren für einen Burnout gegeben.

Wer nicht gelernt hat mit Problemen richtig umzugehen kann eher in einen Burnout schlittern als jemand, der offensiv nach Lösungen sucht, anstatt zu warten, bis andere für ihn das Problem lösen, um sich dann noch unfähiger zu fühlen.

Wenige soziale Kontakte zählen ebenso zu den Risikofaktoren für Burnout. Auch in Krisenzeiten sind Freunde und Familie wichtige Ratgeber und Helfer bei emotionaler Erschöpfung. Wer allein stehend ist und keine Freunde hat, der wird sich seine Anerkennung im Job oder z.B. als Leistungssportler suchen und ist eher gefährdet übertrieben ehrgeizig zu sein, als jemand der Beziehungen pflegt.

Übertriebener Ehrgeiz muss somit auch zu den Risikofaktoren gezählt werden.

Einer der Risikofaktoren für Burnout ist besonders in vielen sozialen Berufen die hohe Arbeitsbelastung. Mitarbeiter in pflegenden Berufen, aber auch Lehrer und Seelsorger wollen helfen. Sie geben viel, bekommen aber wenig an Anerkennung und Dank zurück.

Unerfüllte Erwartungen führen hier oft zum Burnout.