Burnout Prävention

Das Burnout-Syndrom ist der psychische Zustand des Ausgebranntseins. Vom Schüler über Berufstätige bis hin zum Rentner kann es jeden treffen – es ist vielmehr ein Problem der schnelllebigen Gesellschaft als ein Leiden, das aus Gründen der Persönlichkeit auftrifft. Da das Burnout-Syndrom nicht nur das Umfeld des Betroffenen schädigt, sondern auch bei ihm selbst negative Auswirkungen hat, ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zur Burnout Prävention zu ergreifen.

Burnout Prävention durch Erkennung der Warnzeichen

Ein Burnout-Syndrom kommt selten über Nacht – vielmehr handelt es sich dabei um einen Zyklus, den man in der Persönlichkeit des Betroffenen beobachten kann. Insgesamt gibt es sechs Phasen, die im Laufe der Krankheit durchlaufen werden und anhand derer man erkennen kann, dass eine Burnout Prävention sinnvoll wäre.

In der ersten Burnout Phase zeigt der Betroffene Symptome, die das Gegenteil vermuten lassen: Er ist eifrig bei der Sache und arbeitet oft pausenlos daran, sein Ziel zu erreichen. Bereits jetzt zeigt sich allerdings, dass die Entwicklung nicht gesund sein kann. Er vernachlässigt sein Privatleben, zeigt sich Kollegen gegenüber knapp und wortkarg und leidet still unter Angstzuständen oder Depressionen.

In der zweiten Phase reduziert sich das Engagement. Eine Burnout Prävention ist zu diesem Zeitpunkt bereits schwierig, denn der Patient nimmt eine negative Einstellung zu seiner Arbeit an.

Die letzten vier Phasen bestehen aus Schuldzuweisungen durch den Betroffenen, den völligen Abbau seines Engagements und seiner Leistung, der Verflachung der emotionalen Werte und schlussendlich zur Verzweiflung. Sinnvolle Maßnahmen zur Burnout Prävention müssen begonnen werden, noch bevor diese Phasen eintreten – im Idealfall sind sie bereits vor dem Beginn der ersten Phase in Gebrauch.

Burnout Prävention durch den Arbeitgeber

Eine besonders wichtige Rolle bei der Burnout Prävention nimmt der Arbeitgeber ein. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, sich darum zusorgen, dass psychische Belastungen seiner Angestellten so gering wie möglich sind. Sowohl der Arbeitgeber selbst als auch der Betriebsrat kann dazu beitragen, eine sinnvolle Burnout Prävention in den Unternehmensalltag einzuführen. Eine Möglichkeit zur Vorbeugung des Burnout-Syndroms besteht darin, dem Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, über seinen Arbeitsalltag mitzubestimmen. Schließlich weiß er selbst am besten um seine Bedürfnisse und Empfindungen und kann die zuständigen Personen im richtigen Moment darauf hinweisen, dass Maßnahmen zur Burnout Prävention notwendig werden – das gilt sowohl für ihn selbst als auch die Kollegen in seiner unmittelbaren Umgebung.

Burnout Prävention durch das Team

Eine häufige Konstellation bei der Arbeit besteht im Teamwork. Das Team stellt eine wichtige Instanz bei der Burnout Prävention dar, denn die Mitglieder können sich gegenseitig einschätzen und im kleineren Kreis darüber beraten, welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt sinnvoll sind. Innerhalb des Teams können Aufgaben individuell verteilt werden – die anderen Mitglieder bilden aber auch eine Möglichkeit der psychischen Unterstützung, die sich leichter in den Einzelnen hineinversetzen kann. Schließlich arbeitet man täglich oder nahezu jeden Tag zusammen und trägt die gleiche Verantwortung.

Individuelle Burnout Prävention

Der beste Maßstab für den Zustand der eigenen Psyche ist man jedoch nach wie vor selbst. Der Arbeitgeber kann über das Burnout-Syndrom aufklären, das Team und die Kollegen können die Burnout Prävention zusätzlich unterstützen – letztlich hängt der Erfolg davon ab, was man selbst daraus macht. Die Anzeichen für den Beginn des Syndroms können viele Betroffene an sich selbst erkennen, wenn sie darüber aufgeklärt werden. Um auf eigene Faustfür die Burnout Prävention zu sorgen, sollte man sich einen Ausgleich zu der Tätigkeit suchen, die das Burnout Syndrom auslösen kann. Es kann von der Arbeitausgehen, von der Ausbildungsstätte, aber auch von den Aufgaben innerhalb der Familie oder einem anderen, persönlichen Ziel. Der Ausgleich zur Burnout Prävention kann ein anderes Interesse sein, dem man nachgeht, um dem Alltag zu entkommen und für Entspannung zu sorgen. Häufig wird Sport empfohlen – dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, die für die psychische Entlastung sorgen können. Man kann es aber auch damit versuchen, mit Arbeitskollegen gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, einem Verein beizutreten oder ein Instrument zu erlernen. Wichtig ist lediglich, dass der Ausgleich gern ausgeführt wird und eine Möglichkeit zur Entspannung und Entlastung darstellt.