Ausreichend Schlaf

Das Thema Burnout hat in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Viele verbinden mit diesem Begriff viel Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie. Nicht umsonst wird das klassische Burnout auch als „Managerkrankheit“ bezeichnet. Was viele aber nicht wissen: Auch nicht ausreichend Schlaf über eine längere Zeit hinweg führt zu Burnout.

Was bedeutet der Begriff Burnout?

Der Begriff Burnout stammt aus dem englischen und bedeutetübersetzt „ausbrennen“. Er bezeichnet einen Zustand absoluter körperlicher und geistiger Erschöpfung, oft einhergehend mit schweren Depressionen und Schlafstörungen, hervorgerufen durch nicht ausreichend Schlaf.

Der klassische Tipp von Familie und Freunden, sich doch einfach mal zu entspannen und ausreichend Schlaf zu tanken, bringt bei einem Burnout Patienten allerdings gar nichts. Im Gegenteil: Bei dem Versuch, sich zu entspannen oder im Urlaub verstärken sich die Symptome eher noch. Dazu gehören Ruhelosigkeit, Depressionen und ständige Müdigkeit durch nicht ausreichend Schlaf.

Wer ist von Burnout betroffen?

Ein Burnout kommt allerdings niemals plötzlich, sondern ist ein schleichender Prozess, begleitet von den unterschiedlichsten Symptomen. Das macht ein Burnout für einen Laien auch so schwer erkennbar. Und: Burnout betrifft alle, nicht nur den gestressten Manager. Alle Menschen, die untereinem hohen Stresspegel mit nicht ausreichend Schlaf und Entspannung leiden, können je nach Persönlichkeit ein Burnout entwickeln. Selbst Schüler können schon davon betroffen sein.

Nur mit ausreichend Schlaf und Entspannungsübungen ist es nicht getan, der Patient muss im Grunde seine gesamte Lebensweise mit dem Arzt zusammen überdenken und eventuell entsprechend verändern. Gerade wenn Depressionen mit im Spiel sind, ist eine medikamentöse Behandlung in der ersten Zeit oft nicht zu vermeiden. So zum Beispiel Schlafmittel, um ausreichend Schlaf zu gewährleisten.

In besonders schweren Fällen von Burnout ist eventuell auch eine stationäre Aufnahme in einer Klinik notwendig. Hier wird während der Therapie, die oft mehrere Wochen dauert, intensiv mit den Patienten gearbeitet. Gespräche, ausreichend Schlaf aber auch Bewegung sowie eine eventuelle Einstellung auf Medikamente helfen dem Burnout Patienten stufenweise zurück in ein normales Leben.

Wie beugt man dem Burnout vor?

Nach der erfolgreichen Behandlung von Burnout sollte der Betroffene weiterhin auf eine möglichst stressfreie Lebensweise achten. Wichtig dabei ist, in den Alltag kleine Inseln der Entspannung einzubauen. Dies kann durch Sport geschehen oder durch Entspannungsübungen. Aber auch ausreichend Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil, damit der Körper und die Seele wieder zu Kräften kommen können. Dazu gehört auch eine so genannte Schlafhygiene. Das bedeutet, den Körper durch bestimmte Rituale darauf einzustimmen, dass nun bald die Ruhephase beginnt. Eine immer gleiche Zeit, zu der man ins Bett geht, ein gut klimatisiertes Schlafzimmer oder ein abendliches Pflegeritual im Bad kann helfen, Schlafstörungen zu vermeiden und ausreichend Schlaf zu bekommen. Denn nur mit ausreichend Schlaf können Körper und Geist in der Nacht die erforderlichen Kräfte sammeln, um einen stressigen Tag gut zu überstehen und so die Krankheit Burnout zu vermeiden.