Gesellschaftliche Ursachen

Zunehmend mehr Menschen geraten mehr oder weniger leicht irgendwann mal in den Zustand eines Burnout. Von Burnout betroffene Menschen haben keine Freude mehr an der Arbeit, am Leben überhaupt, sind apathisch, manchmal auch aggressiv und Siuzid gefährdet.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass es das Krankheitsbild eines Burnout in der Nachkriegszeit in Deutschland so gut wie gar nicht gab, weil dafür keine gesellschaftliche Ursachen gegeben waren. Die Gesellschaft war im Aufbruch, es galt, etwas Neues aufzubauen für sich und die Gesellschaft. Gesellschaftliche Ursachen für das Burnout Syndrom als Massenerscheinung gibt es heute leider sehr viele. Es gilt, gesellschaftliche Ursachen genau zu analysieren, um seitens der Gesellschaft die richtigen, wirkungsvollen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Gesellschaftliche Ursachen für Burnout

Gesellschaftliche Ursachen sind teilweise so tief, dass sie nur mit vereinten Kräften zu beseitigen sind. Ständige Arbeitsunlust wurzelt wesentlich in einer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit allen Zuständen in der Firma. Der Konkurrenzkampf auf wirtschaftlichem Gebiet ist heute so stark, dass er sich unmittelbar auch im Verhalten eines Teams und ganzer Belegschaften eines Betriebes niederschälgt. Ständige Rationalisierungsmaßnahmen, der permanente Abbau von Arbeitsplätzen fordern von den berufstätigen Menschen zunehmend mehr Disziplin und Engagement, das jedoch kaum einem inneren Antrieb des Indivuduums entspringt, sondern äußerlich aufgezwungen ist. Dabei entfaltet sich ein Klima der Kälte und Härte zwischen den Mitarbeitern und zwischen Mitarbeitern und Leitern. Führungskräfte spüren jede sich verstärkende gesellschaftliche Ursachen für Burnout in der Regel noch unmittelbarer und ausgeprägter als Mitarbeiter. Dagegen gibt es zwar Möglichkeiten gegenzusteuern oder mit Kompensationen zu reagieren, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben, Entspannungstechniken zu praktizieren, einen Arzt aufzusuchen.

Wenn aber am Ende jede Lust an der Arbeit und dem Produkt seiner Tätigkeit fehlt, so bleibt als Reaktion auf ein Burnout manchmal nur noch eine längere Kur, ein langer Urlaub oder die Kündigung als Lösung. Damit sind gesellschaftliche Ursachen nicht beseitigt. Denn nach der Kur hat sich das Klima in der Firma nicht verändert, sondern ist womöglich noch extremer geworden. Ein Wechsel des Arbeitsplatzes, so es noch einen gibt, weil auch das zunehmend schwerer wird, kann kurzfristig eine Besserung des Burnout Syndroms beim Einzelnen mit sich bringen. Aber gesellschaftliche Ursachen für die Zunahme von Burnout Erscheinungen sind allgemein und global, und deshalb nur systemisch abstellbar. Eine Psychotherapie bringt in der Regel auch Linderungen des Burnout Syndroms, und sollte vom Einzelnen auch genutzt werden. Aber ein Psychotherapeut ist nicht in der Lage, gesellschaftliche Ursachen zu beseitigen.

Ingesellschaftliche Ursachen für Burnout

Ingesellschaftliche Ursachen auch für das Burnout Syndrom muss die Gesellschaft als Ganzes eingreifen und Bedingungen schaffen, die dem Menschen wieder sinnvolle Arbeit geben, ihm ermöglichen, Entscheidungen der Firma zumindest zu begreifen, besser noch über Entscheidungen mitzubestimmen. Es muss deutlich werden, dass sich gesellschaftliche Ursachen für eine Art zu leben herausbilden, die dem Menschen Freude machen und seinem Leben einen echten Sinn geben.